Strategie
Neue Firmenwebseite: worauf Sie vorher achten sollten

Eine neue Firmenwebseite ist ein kleines Projekt mit grosser Wirkung. Sie kann jahrelang neue Kunden bringen, oder im Netz verstauben, weil vorher die falschen Dinge geklärt wurden. Der Unterschied entsteht selten beim Programmieren, sondern davor, in der Vorbereitung.
Die gute Nachricht: Sie müssen kein Technik-Profi sein. Sie müssen nur ein paar Fragen für sich beantworten. Diese sieben Punkte sind die Checkliste, die ich am Anfang jedes Projekts gemeinsam mit meinen Kunden durchgehe.
1. Was soll die Webseite erreichen?
Bevor es um Farben oder Schriften geht, kommt das Ziel. Sollen Leute anrufen? Ein Formular ausfüllen? In den Laden kommen? Eine Webseite, die alles auf einmal will, erreicht oft nichts richtig. Ein klares Hauptziel gibt dem ganzen Projekt eine Richtung.
2. Wen wollen Sie ansprechen?
Eine Seite für junge Familien klingt und sieht anders aus als eine für Geschäftskunden. Überlegen Sie, wer Ihre Wunschkunden sind und was diese suchen. Je klarer das Bild, desto gezielter lassen sich Inhalte und Tonfall darauf ausrichten.
3. Welche Inhalte haben Sie, und welche fehlen?
Inhalte sind erfahrungsgemäss der häufigste Grund, warum Projekte ins Stocken geraten. Machen Sie früh eine ehrliche Bestandsaufnahme:
- Texte: Was können Sie selbst liefern, wo brauchen Sie Unterstützung?
- Bilder: Gibt es gute, echte Fotos? Eigene Aufnahmen schlagen Stockbilder fast immer.
- Logo und Farben: Existiert ein Erscheinungsbild, an das sich die Seite halten soll?
Wer hier früh sortiert, erspart sich später Wochen Verzögerung.
4. Welche Seiten braucht es überhaupt?
Nicht jede Firma braucht zwanzig Unterseiten. Oft genügen wenige, gut gemachte: Start, Leistungen, Über uns, Kontakt. Lieber wenige Seiten, die etwas zu sagen haben, als viele, die nur Lücken füllen. Diese Struktur ist zugleich das Gerüst für die spätere Navigation.
5. Haben Sie an Mobil und Auffindbarkeit gedacht?
Die Mehrheit Ihrer Besucher kommt über das Handy. Die Seite muss dort genauso gut funktionieren wie am Computer, das ist heute Pflicht, nicht Kür. Und sie sollte von Anfang an so gebaut sein, dass Google sie versteht. Mehr dazu in den Beiträgen über lokale Sichtbarkeit und Ladezeit.
6. Wer pflegt die Seite später?
Eine Webseite ist nicht fertig, wenn sie online geht. Öffnungszeiten ändern, neue Angebote kommen dazu. Klären Sie vorher: Wollen Sie selbst kleine Dinge anpassen, oder ist Ihnen lieber, jemand kümmert sich darum? Beides ist gut, aber es sollte bewusst entschieden sein.
7. Budget und Zeitrahmen, realistisch gedacht
Ein klares Budget ist kein Tabu, sondern hilft. Es lenkt die Entscheidungen in eine sinnvolle Richtung, statt am Ende für Überraschungen zu sorgen. Genauso der Zeitrahmen: Gute Arbeit braucht etwas Zeit, und ehrliche Planung schützt beide Seiten vor Stress. Eine Orientierung zu Preisen finden Sie im Beitrag über die Kosten einer Webseite.
Gut vorbereitet ist halb gebaut
Sie müssen vor dem ersten Gespräch nicht auf jede Frage eine fertige Antwort haben, im Gegenteil, vieles klären wir gemeinsam. Aber wer sich diese sieben Punkte einmal durch den Kopf gehen lässt, kommt mit klaren Vorstellungen ins Projekt. Und genau das macht den Unterschied zwischen einer Webseite, die nur existiert, und einer, die wirklich arbeitet.
Wenn Sie mögen, gehen wir die Liste in einem unverbindlichen Gespräch gemeinsam durch, Sie kommen mit einer Idee heraus, was Ihre Webseite leisten kann und was der Weg dorthin braucht.


