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Technik · 15. Juni 2026

Website datenschutzkonform machen: revDSG und DSGVO für KMU

Seit das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) in Kraft ist, taucht bei vielen KMU dieselbe Frage auf: Muss ich jetzt etwas an meiner Website ändern? Die kurze Antwort lautet meistens ja, aber zum Glück ist es kein Hexenwerk. In den allermeisten Fällen geht es um ein paar konkrete, überschaubare Dinge. In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen ohne Juristendeutsch, was das revDSG für Ihre Website bedeutet und wie Sie sie Schritt für Schritt sauber machen.

Vorweg, damit es klar ist: Ich bin Webentwickler, kein Anwalt. Was Sie hier lesen, ist praktische Erfahrung aus echten KMU-Projekten, keine Rechtsberatung. Bei heiklen Fällen sollten Sie eine Fachperson beiziehen, aber für die meisten kleinen Firmenwebsites reicht gesunder Menschenverstand und eine gute Checkliste.

revDSG und DSGVO, was gilt eigentlich für Sie?

Zwei Begriffe schwirren herum, und das sorgt für Verwirrung. Das revDSG ist das Schweizer Datenschutzgesetz, das seit September 2023 gilt. Die DSGVO ist das europäische Pendant. Die gute Nachricht: Die beiden ähneln sich stark. Wer das revDSG erfüllt, ist meistens auch nahe an der DSGVO.

Und brauchen Sie als Schweizer KMU die DSGVO überhaupt? Sobald Sie regelmässig Kunden in der EU ansprechen oder bedienen, etwa mit einem Onlineshop, der nach Deutschland liefert, ja. Wenn Ihre Website rein auf die Schweiz zielt, steht das revDSG im Vordergrund. In der Praxis baue ich beides gleich von Anfang an mit ein, weil der Aufwand minim ist und Sie so auf der sicheren Seite stehen.

Die Datenschutzerklärung: Ihr wichtigstes Dokument

Das Herzstück ist die Datenschutzerklärung. Sie ist nicht optional, sondern Pflicht, und zwar gut auffindbar im Footer, auf jeder Seite verlinkt. Darin erklären Sie in verständlicher Sprache, welche Daten Sie zu welchem Zweck erheben.

Eine solide Datenschutzerklärung beantwortet typischerweise:

  • Wer ist verantwortlich? Name, Firma und eine Kontaktadresse.
  • Welche Daten werden erhoben? Etwa über das Kontaktformular, Cookies oder die Server-Logs.
  • Wozu und wie lange? Der Zweck und wie lange Sie die Daten aufbewahren.
  • Welche Dienste sind im Spiel? Google Analytics, Schriften, Karten, Newsletter-Tools.
  • Welche Rechte haben Besucher? Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten.

Sie müssen das nicht selbst formulieren. Es gibt seriöse Generatoren, und ich helfe meinen Kunden, eine passende Erklärung aufzusetzen, die zu den tatsächlich genutzten Diensten passt. Wichtig ist nur: Sie muss ehrlich sein. Eine Datenschutzerklärung, die Dienste auflistet, die Sie gar nicht nutzen, oder umgekehrt welche verschweigt, ist schlimmer als gar keine.

Cookies und das Banner: weniger ist mehr

Cookie-Banner sind das, was den meisten zuerst einfällt, und das, was am häufigsten falsch gemacht wird. Der Kern: Sie dürfen Tracking-Cookies, etwa von Google Analytics, erst setzen, nachdem der Besucher zugestimmt hat. Ein Banner, das schon beim Laden alles aktiviert, hilft Ihnen nichts.

Mein Rat an KMU: Halten Sie es schlank. Viele kleine Firmenwebsites brauchen gar kein aufdringliches Banner, wenn man auf unnötiges Tracking verzichtet. Technisch notwendige Cookies, etwa für ein Kontaktformular, sind unproblematisch. Erst wenn Statistik- oder Marketing-Dienste dazukommen, braucht es die Einwilligung. Oft ist die einfachste Lösung, datensparsam zu arbeiten, statt jeden Klick zu vermessen.

Kontaktformular und externe Dienste

Das Kontaktformular ist bei fast jeder KMU-Website der zentrale Datenkanal. Hier zwei Dinge, die oft übersehen werden:

  • Verschlüsselung: Ihre Website muss über HTTPS laufen, damit Eingaben sicher übertragen werden. Das ist heute Standard, aber prüfen Sie es.
  • Externe Dienste: Google Fonts, eingebettete Karten oder Videos laden oft Daten von fremden Servern. Hier hilft es, Schriften lokal einzubinden und Karten erst auf Klick zu laden.

Diese Details fallen Besuchern nicht auf, machen aber den Unterschied zwischen einer Website, die «irgendwie läuft», und einer, die sauber gebaut ist. Wie eine technisch saubere Seite auch schneller wird, lesen Sie in weiteren Beiträgen.

Ihre kurze Checkliste

Wenn Sie nur drei Dinge mitnehmen, dann diese:

  • Eine ehrliche, gut verlinkte Datenschutzerklärung im Footer.
  • Tracking erst nach Einwilligung, oder ganz darauf verzichten.
  • HTTPS aktiv und externe Dienste bewusst eingesetzt.

Das deckt für die allermeisten kleinen Firmenwebsites den Grossteil ab. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern verantwortungsvoll, und das merken Ihre Besucher.

Lieber sauber starten als später nachbessern

Datenschutz klingt nach Bürokratie, ist aber im Grunde eine Frage des Anstands: Sie gehen sorgfältig mit den Daten Ihrer Kunden um. Wer das von Anfang an mitdenkt, spart sich späteres Nachflicken und wirkt nebenbei vertrauenswürdiger. Eine Website, die offen sagt, was sie mit Daten tut, schafft Vertrauen, und Vertrauen verkauft.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Seite das revDSG erfüllt, schaue ich gerne unverbindlich darüber. Melden Sie sich einfach über das Kontaktformular, und wir gehen die Punkte gemeinsam durch. Weitere Tipps rund um eine gute KMU-Website finden Sie in weiteren Beiträgen.

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