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Technik · 15. Juni 2026

WordPress oder statische Website? Vor- und Nachteile für KMU

Sobald es um eine neue Firmenwebseite geht, taucht früher oder später eine technische Frage auf: WordPress oder eine statische Website? Die meisten KMU hören diese Begriffe zum ersten Mal von ihrer Agentur, und nicken einfach. Dabei steckt dahinter eine Entscheidung, die Sie über Jahre begleitet: bei Tempo, Sicherheit, Pflegeaufwand und Kosten.

Ich baue beides, je nachdem was passt. Deshalb bekommen Sie hier keinen Glaubenskrieg, sondern einen ehrlichen Vergleich. Am Ende sollen Sie selbst einschätzen können, was für Ihr Geschäft sinnvoll ist.

Was bedeutet «WordPress» und was «statisch»?

Kurz und ohne Fachsprache: WordPress ist ein Content-Management-System, also ein Programm, das im Hintergrund auf einem Server läuft. Bei jedem Besuch baut es die Seite frisch zusammen, aus einer Datenbank, vielen Bausteinen und oft etlichen Zusatz-Plugins. Dafür können Sie Texte und Bilder über ein Login selbst ändern.

Eine statische Website ist das Gegenteil: Die Seiten sind bereits fertig gebaut und liegen einfach als Dateien bereit. Beim Besuch wird nichts neu berechnet, die Seite wird nur ausgeliefert. Das ist der Ansatz, mit dem ich die meisten KMU-Seiten umsetze.

Die Stärken von WordPress

WordPress ist nicht ohne Grund das meistgenutzte System der Welt. Für bestimmte Vorhaben ist es eine sehr gute Wahl.

  • Selbst Inhalte pflegen: Sie können Texte, Bilder und ganze Seiten über ein Login selbst ändern, ohne Code anzufassen.
  • Stark bei vielen Inhalten: Wer ständig neue Beiträge, Termine oder Produkte einpflegt, ist mit einem Redaktionssystem gut bedient.
  • Riesige Auswahl: Für fast jede Funktion gibt es ein fertiges Plugin, vom Buchungskalender bis zum kleinen Shop.

Der Haken zeigt sich erst im Alltag: Jedes Plugin will gepflegt werden. WordPress selbst, die Vorlage und alle Erweiterungen brauchen regelmässige Updates. Verpassen Sie diese, wird die Seite ein Einfallstor, WordPress ist genau wegen seiner Verbreitung ein beliebtes Ziel für Angriffe.

Die Stärken einer statischen Website

Eine statische Seite klingt nach «kann nichts», ist aber das Gegenteil. Sie ist schlicht aufgebaut, und genau das ist ihre Stärke.

  • Sehr schnell: Es muss nichts berechnet werden, die Seite ist sofort da. Das mögen Besucher, und Google bewertet schnelle Seiten besser.
  • Kaum angreifbar: Ohne Datenbank und ohne Login-Bereich gibt es schlicht weniger, das kaputtgehen oder gehackt werden kann.
  • Wenig Pflege: Keine wöchentlichen Updates, kein Plugin-Karussell. Die Seite läuft einfach.
  • Günstig im Betrieb: Statische Seiten lassen sich sehr sparsam hosten, oft für wenige Franken im Monat.

Der ehrliche Nachteil: Ohne ein Redaktionssystem ändern Sie Inhalte nicht per Login selbst. Für kleinere Anpassungen melden Sie sich bei Ihrem Entwickler, oder man baut Ihnen gezielt einen einfachen Weg, bestimmte Texte selbst zu pflegen.

WordPress vs statische Website, was passt zu Ihrem KMU?

Es gibt keine Antwort, die für alle stimmt. Aber eine ehrliche Faustregel hilft weiter.

WordPress lohnt sich, wenn: Sie regelmässig selbst neue Inhalte veröffentlichen, ein grösserer Blog oder Newsbereich geplant ist, mehrere Personen Inhalte pflegen oder Sie komplexere Funktionen wie einen grösseren Shop brauchen.

Eine statische Website lohnt sich, wenn: Ihre Seite vor allem präsentieren soll, wer Sie sind und was Sie anbieten, sich Inhalte selten ändern, Ihnen Tempo und Sicherheit wichtig sind und Sie möglichst wenig laufenden Aufwand und tiefe Betriebskosten wollen.

Für die meisten kleineren KMU in der Region Schaffhausen und Winterthur ist eine schlanke, statische Seite der bessere Weg, etwa als Onepager ab CHF 890 oder als Mehrseiter ab CHF 1'900. Sie ist schnell, sicher und macht im Betrieb fast keinen Ärger. Sobald aber regelmässig neue Inhalte dazukommen, spielt WordPress seine Stärke aus. Übrigens lassen sich beide Welten verbinden: eine statische Hauptseite mit einem angedockten Redaktionsbereich nur dort, wo Sie ihn wirklich brauchen.

Worauf es am Ende wirklich ankommt

Lassen Sie sich nicht von der Technik leiten, sondern von Ihrem Alltag. Die wichtigste Frage ist nicht «WordPress oder statisch», sondern: Wie oft ändern sich meine Inhalte wirklich, und wer pflegt sie? Wer ehrlich antwortet «ein- bis zweimal im Jahr», braucht selten ein grosses System.

Und noch etwas: Ein System ist nur so gut wie seine Pflege. Eine vernachlässigte WordPress-Seite mit veralteten Plugins ist riskanter als eine simple statische Seite. Wählen Sie also auch danach, wie viel Zeit und Geld Sie laufend investieren wollen.

Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg zu Ihrem Vorhaben passt, schauen wir das gemeinsam an, ehrlich und ohne Technik-Geschwafel. Erzählen Sie mir kurz über das Kontaktformular von Ihrem Projekt, und mehr Lesestoff finden Sie in meinen weiteren Beiträgen.

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