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SEO · 15. Juni 2026

OnPage-SEO-Checkliste: jede Seite für Google optimieren

Viele denken bei SEO an etwas Geheimnisvolles, das nur Agenturen beherrschen. Dabei beginnt der grösste Teil der Arbeit direkt auf Ihrer eigenen Seite, bei Dingen, die Sie selbst in der Hand haben. Genau das ist OnPage-SEO: alles, was Sie auf einer Seite optimieren, damit Google sie versteht und Menschen sie gerne lesen. Kein Code-Hexenwerk, sondern saubere Handarbeit. In diesem Beitrag gehe ich mit Ihnen eine praktische Checkliste durch, die Sie Seite für Seite abarbeiten können.

Das Schöne daran: Sie müssen nicht alles auf einmal machen. Nehmen Sie sich Ihre wichtigsten Seiten vor, Startseite, Leistungen, Kontakt, und arbeiten Sie die Punkte der Reihe nach durch.

Der Title-Tag, Ihr Schaufenster in der Suche

Der Title ist der blaue, anklickbare Text, der in den Google-Ergebnissen ganz oben steht. Er ist oft das Erste, was jemand von Ihnen sieht, und entscheidet mit, ob geklickt wird. Trotzdem wird er erstaunlich oft vergessen oder lautet einfach «Startseite».

So wird ein guter Title daraus:

  • Jede Seite bekommt einen eigenen Title. Doppelte oder leere Titel verwirren Google und kosten Klicks.
  • Wichtiges nach vorn: Das zentrale Wort der Seite gehört an den Anfang, «Schreinerei Schaffhausen» sagt mehr als «Willkommen auf unserer Webseite».
  • Länge im Blick: Rund 50 bis 60 Zeichen werden angezeigt, danach schneidet Google ab. Halten Sie es knapp und konkret.
  • Für Menschen schreiben: Der Title soll einladen, nicht nur Stichwörter aneinanderreihen.

Direkt darunter steht die Meta-Description, der kurze Beschreibungstext. Er ist kein direkter Rankingfaktor, aber ein guter Satz hier bringt mehr Klicks. Sehen Sie ihn als kleine Einladung.

Überschriften: Struktur, die Google lesen kann

Stellen Sie sich Ihre Seite wie ein Dokument mit Kapiteln vor. Die H1 ist der Titel des Dokuments, davon gibt es genau eine pro Seite. Darunter gliedern H2-Überschriften die Abschnitte, und H3 die Unterpunkte. Diese Reihenfolge sollte sauber sein, ohne Sprünge.

Warum das zählt: Google liest die Überschriften, um zu verstehen, worum es auf der Seite geht und wie sie aufgebaut ist. Und Ihre Besucher überfliegen die Seite genau an diesen Überschriften entlang. Eine klare Struktur hilft also beiden zugleich.

  • Genau eine H1 pro Seite, die das Hauptthema benennt.
  • H2 für die grossen Abschnitte, H3 nur dort, wo es wirklich Unterpunkte gibt.
  • Überschriften, die etwas aussagen, nicht «Abschnitt 2», sondern worum es geht.
  • Keine Überschrift nur fürs schöne Aussehen verwenden; dafür ist Fettschrift da.

Interne Links: Wege zwischen Ihren Seiten

Interne Links sind Verlinkungen von einer Ihrer Seiten auf eine andere. Sie sind einer der am meisten unterschätzten Hebel im OnPage-SEO. Sie helfen Google, alle Ihre Seiten zu finden, und zeigen, welche besonders wichtig sind. Gleichzeitig führen sie Ihre Besucher zum nächsten sinnvollen Schritt.

Worauf ich dabei achte:

  • Sprechender Linktext: Verlinken Sie auf «unsere Preise» statt auf «hier klicken». Der Text verrät Google und Mensch, was am Ziel wartet.
  • Wichtige Seiten gut anbinden: Seiten, die Ihnen Umsatz bringen, sollten von mehreren Stellen aus erreichbar sein.
  • Thematisch passend verlinken: Ein Beitrag über Ladezeit darf auf die Leistungsseite zeigen, wenn es inhaltlich passt.
  • Keine Sackgassen: Jede Seite sollte mindestens einen Weg weiter anbieten, damit niemand stecken bleibt.

Ein einfacher Test: Klicken Sie sich selbst durch Ihre Seite, als wären Sie ein Kunde. Kommen Sie überall hin, wo Sie hinwollen?

Inhalt, der die Frage beantwortet

Die beste Technik nützt wenig, wenn der Text die Frage des Besuchers nicht beantwortet. Überlegen Sie bei jeder Seite: Was will jemand wissen, der hier landet? Schreiben Sie genau das, klar, ehrlich und konkret. Google erkennt heute erstaunlich gut, ob ein Text wirklich weiterhilft oder nur Stichwörter aneinanderreiht.

Verwenden Sie das Wort, unter dem Sie gefunden werden wollen, natürlich im Text, in der Überschrift, im ersten Absatz, dort, wo es passt. Aber zwingen Sie es nicht in jeden Satz. Solches «Keyword-Stuffing» wirkt unangenehm und bringt heute nichts mehr.

Die kleinen Dinge, die zusammen viel ausmachen

Zum Schluss ein paar Punkte, die schnell erledigt sind und trotzdem wirken:

  • Bilder beschreiben: Jedes Bild bekommt einen Alt-Text, der sagt, was zu sehen ist. Gut für Google und für Menschen mit Vorleseprogramm.
  • Sprechende Adressen: /leistungen/webdesign ist besser als /seite?id=42.
  • Mobil und schnell: Die meisten suchen am Handy. Eine langsame Seite verliert den Klick.
  • Bilder komprimieren: Grosse Fotodateien bremsen alles aus, ein kleiner Eingriff mit grosser Wirkung.

So gehen Sie es an

OnPage-SEO ist keine einmalige Aktion, sondern eine Haltung: Jede neue Seite bekommt von Anfang an einen guten Title, eine klare Struktur und passende interne Links. Wenn Sie diese Checkliste verinnerlichen, optimieren Sie irgendwann fast automatisch mit, und Ihre Seite wird Stück für Stück besser auffindbar.

Wenn Sie mögen, schaue ich mir Ihre Seite an und sage Ihnen ehrlich, wo der grösste Hebel liegt. Gerne über das Kontaktformular, oder stöbern Sie zuerst durch weitere Beiträge, in denen ich solche Themen Schritt für Schritt erkläre.

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